Eigentlich wollte ich diese Reihe mit einer einfachen, leichten Geschichte beginnen.
Doch die steigenden Zahlen rund um das Corona-Virus und der jetzt verordnete Lock-down belasten viele Menschen. Deswegen werde ich dieses Thema hier als erstes behandeln und hoffe, dass es Ihnen hilft, sich seelisch zu stärken.
„Probiers mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit
jagst du den Alltag und die Sorgen weg.
Und wenn du
stets gemütlich bist und etwas appetitlich ist,
dann nimm es dir, egal von welchem Fleck.“
Dies rät der Bär Balu im Film „Das Dschungelbuch“. Gerade jetzt, in Corona-Zeiten, können wir Einiges daraus lernen:
Vielleicht kennen auch Sie dieses Gefühl:
Es ist eine diffuse, schwere Empfindung, quasi eine Angst vor etwas Schlimmen, von dem man glaubt, damit nicht klar kommen zu können. Doch was könnten Sie dagegen tun? Schauen wir doch einfach mal zu den Hauptdarstellern des Filmes und stellen uns Folgendes vor:
Wenn Sie Mogli wären und Balu von diesem undefinierbaren Gefühl erzählen würden, was würde er tun?
Der Bär würde sich sanft zu Ihnen herunter beugen und Sie mit seiner dunklen ruhigen Stimme fragen:
„Was meinst Du damit? Erzähle mir mehr dazu! Was ist das denn für ein Gefühl? Angst, Wut, Trauer, oder etwas Anderes? Was ist es?“
Wenn Sie Ihr Gefühl identifiziert haben, würde er wohl noch fragen:
„Was verbirgt sich denn hinter diesem Gefühl? Was will es Dir sagen? Ist da noch etwas versteckt, quasi um die Ecke?“
Und vielleicht entdecken Sie ja noch tiefere Gründe für diese Empfindung.
Dann würde Balu fragen:
„Und was machst Du so den ganzen Tag? Wie verbringst Du ihn, hinsichtlich der Corona-Situation?“
Nun werden die meisten von uns wahrscheinlich sagen:
Schon morgens vor dem Aufstehen checke ich die Nachrichten, gucke, wie hoch die Zahlen sind und was alles in anderen Ländern passiert. Auch zwischendurch lese ich die News, die reinkommen.
„Was?“
schüttelt der Bär den Kopf und schaut mit großen Augen,
„Du startest den Tag nicht indem Du Dich erst einmal gemütlich im Bett räckelst, tief durchatmest und den Tag mit einem Lächeln beginnst?“
(Diese Frage gebe ich gern an Sie weiter.)
„Was hast Du davon, dass Du Dir schon so früh den Tag verdirbst?“
(Was haben Sie davon?)
Balu würde empfehlen:
„Konzentrier Dich doch lieber auf die positiven Dinge, die diese Situation mit sich bringt!“
(Bestimmt fallen Ihnen ein paar Dinge dazu ein. Und seien sie auch noch so klein oder liegen in der Zukunft)
„Lass mich Dir etwas Mut machen und ein paar Tipps geben,“
empfiehlt der Bär.
- „Egal wie unangenehm diese Empfindung in Dir jetzt ist: es ist wichtig, dass Du Dir dieses Gefühl näher anschaust und erst einmal akzeptierst, dass es da ist.
- Finde heraus, in welche Richtung es geht: Angst, Trauer, Wut oder irgendetwas anderes?
- Dann benenne klar, vor was Du diese Furcht, Aggression oder anderes hast. Was glaubst Du könnte passieren? Und was ist das Schlimmste daran?
- Und dann kannst Du Dich fragen: wie realistisch ist es überhaupt, dass dies so eintrifft?
- Tja, und selbst wenn es so einträfe, was käme danach?
Welche Möglichkeit gäbe es, damit umzugehen?
Wenn es gesundheitliche Aspekte sind, dann schaue, wie andere damit umgegangen sind.
Wenn es berufliche Angst ist, was könntest Du alternativ machen? Vielleicht eine Weiterbildung, die Du schon immer wolltest? - Versuche Alternativen zu finden und zu sehen, welche positiven Aspekte sie bieten.
Und zum Trost sage ich Dir:
der Mensch kann mit Veränderung und Katastrophen umgehen. Jeden Tag erlebt er Neuerungen. Und man kann sogar trainieren, mit einem Wandel klarzukommen. Du könntest Deine eigene Widerstandskraft stärken, indem Du immer mal wieder kleine Abenteuer erlebst, zum Beispiel:
- andere Strecken als gewohnt laufen
- Dich allein in unbekannte Gebiete bewegen
- neue Hobbies beginnen
- ein exotisches Essen probieren….
… übrigens, wo wir gerade dabei sind:
schau mal unter den Stein, dann siehst Du Ameisen. Mmh lecker. Das ist ein tolles Gefühl, wenn die kribbeln.“
Was meinen Sie hierzu?
Welche Tipps helfen Ihnen? Wie könnten Sie mit dieser Situation leichter umgehen?
Ich freue mich über Ihre Kommentare.
Ihre Marie
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