Sind Sie grad allein? Schauen Sie sich schnell mal um: Niemand da? Dann singen oder summen Sie jetzt einfach mal aus vollem Herzen das Lied:
„Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit
jagst du den Alltag und die Sorgen weg.
Und wenn du
stets gemütlich bist und etwas appetitlich ist, dann nimm es dir egal von welchem Fleck…„
Und wenn eh keiner in Ihrer Nähe ist, könnten Sie eigentlich doch auch noch ein paar tänzelnde Schritte machen. Ja? Oder zumindest ein klein wenig im Takt wippen.
„Jaaaaa. Das ist gut,“
würde der Bär Balu aus dem Dschungelbuch jetzt gemütlich brummen.
Und wie fühlt es sich für Sie an? Irgendwie lockerer im Bauch? Und was ist das da in Ihrem Gesicht? Ein Lächeln? Gut so!
Summen Sie ruhig weiter, während Sie das Folgende hier lesen:
Atmen ist eigentlich das Natürlichste der Welt. Macht man ja automatisch. Ja. Aber automatisch richtig?
Nein, leider nicht.
Viele Menschen atmen nur flach in den oberen Teil der Brust und lassen Gehirn, Herz und Muskeln quasi verhungern, beziehungsweise lassen sie ihnen nur wenig Luft zukommen. Schade, wo die doch so viel für uns leisten. Das kann dann Bluthochdruck und andere Herz-Kreislaufprobleme hervorrufen, Konzentrationsschwäche, Verdauungsprobleme und noch vieles mehr. Nicht nur, dass den Organen die Luft fehlt, es ist auch die Atmungsbewegung, die für den Körper wie viele kleine Massagen ist. (Fassen Sie sich mal an den Bauch! Spüren Sie, wie er sich bewegt. Das freut den Darm, da lacht Blase).
Kurzes Atmen entsteht nicht nur durch Stress sondern es funktioniert auch anders herum:
Es bewirkt Stress!
Denn wenn wir uns eine solche Atmung angewöhnt haben und dauerhaft so kurzatmig bleiben, dann suggeriert das dem Körper:
„Hey, ich hab Stress.“
„Was? Stress?“ Der Körper wird jetzt richtig wach. Er glaubt, wir müssten in dieser Sekunde vor dem Säbelzahntiger fliehen und gibt:
„ALARM!“
In einem Bruchteil einer Sekunde werden Stresshormone ausgeschüttet und der Körper auf Flucht, Kämpfen oder Totstellen vorbereitet:
der Pulsschlag wird erhöht und schnell Blut in die Muskeln gepumpt. Alle Funktionen, die nicht Überlebens-wichtig sind, werden eingestellt. Nun haben wir einen Körper, der wunderbar rennen und kämpfen kann, der aber sonst nicht mehr so viel leistet, – jedenfalls nicht das, was wir wollen – der nicht mehr klar denken kann, unter Bluthochdruck leidet und dem die Verdauung Probleme macht. Und wie bei einem Fehlalarm, der die Feuerwehr aktiviert hat, dauert es eine Weile, bis der Körper alles wieder runter fährt. Wenn wir allerdings weiterhin flach atmen, bleibt der Körper in einem Daueralarm. (Oh jeh).
„Das muss doch nicht sein. Warum lebt Ihr nicht einfach viel gemütlicher?“
würde Balu kopfschüttelnd fragen.
Tja, würden wir gerne, aber das ist einfacher gesagt als getan. (Haben Sie das auch grad gedacht?)
„Dafür gibt es doch ein paar Tipps,“
erwidert Balu bedächtig und führt fort:
1. „Gähnen, zum Beispiel, ist eine hervorragende Möglichkeit, den Körper kurzfristig mit mehr Luft zu versorgen. Und wenn ich daran nur denke…….,“
„Aaaahhrch,“
er reißt das Maul auf und gähnt herzhaft.
2. „Singen – hah! , noch ein tolles Beispiel. Denn das ist ein super Training für das Zwerchfell“.
Er beginnt:
„Probiers mal mit Gemütlichkeit…“
und singt und tanzt.
3. „Und Lachen!“
Balu strahlt uns an, mit leuchtenden Augen und einem breiten Grinsen,
„ein herrliches Gefühl für Körper und Seele. Lach doch mal! Los! Einfach so. Das geht, auch ohne einen Anlass. Und hat die gleiche positive Wirkung:
Hahahaha, haha!“
4. „Und zu guter Letzt:
Langsamer sprechen und gehen,“
rät er schließlich mit seiner sonoren Stimme,
„das bringt Ruhe in den Körper und eine tiefere Atmung.“
Tja, das klingt doch sehr naheliegend und einfach umzusetzen, im täglichen Leben.
Wie sieht es mit Ihnen aus? Haben Sie eben auch gegähnt und gesummt, vielleicht sogar ein wenig getänzelt? Welchen dieser vier Tipps möchten Sie häufiger anwenden?
Lassen Sie mich wissen, was Ihnen hilft. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
Und wenn Sie gerne darüber hinaus ein Atemtraining machen möchten, hier sind ein ein paar Links dazu: